Die Hautbarriere fungiert als Schutzschild gegen schädliche Substanzen wie Allergene, Schadstoffe und Bakterien. Umso wichtiger ist es, sie mit der richtigen Pflegeroutine nachhaltig zu stärken.
Auf unserer Hautoberfläche leben Millionen von Mikroorganismen. Sie bilden das sogenannte Mikrobiom der Haut. Dieses unsichtbare Ökosystem wirkt wie ein Schutzschild und ist ein wesentlicher Bestandteil der Hautbarriere. Es reguliert den pH-Wert, sorgt für einen optimalen Feuchtigkeitshaushalt und verhindert das Eindringen schädlicher Stoffe. Eine pralle und glatte Haut deutet auf eine intakte Barrierefunktion hin. Wirkt sie hingegen stumpf und fühlt sich rau oder trocken an, ist die Hautbarriere geschwächt. Dann ist es wichtig, sie schnell wieder aufzubauen. Diese Tipps helfen dir, deine Haut gesund zu halten und die Hautbarriere zu stärken.
5 Tipps zur Stärkung der Hautbarriere für eine gesunde, strahlende Haut
Tipp 1: Gründliche Reinigung
Die Reinigung des Gesichts sollte immer der erste Schritt in deiner Hautpflegeroutine sein. Dabei werden Unreinheiten, Schmutzpartikel und abgestorbene Hautzellen gründlich entfernt. Allerdings kann eine falsche Reinigung und zu heißes Wasser die Hautbarriere schwächen, insbesondere beim Duschen oder Baden. Um die Haut also nicht zusätzlich zu reizen, ist es wichtig, ein sanftes Reinigungsprodukt zu wählen. Dieses sollte behutsam einmassiert und mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Ein rückfettendes Reinigungsöl wirkt hautberuhigend und enthält oft auch zusätzlich pflegende Inhaltsstoffe wie Ceramide, Squalan oder Glyzerin. Bei trockener Haut sind Reinigungsmilch oder Reinigungsschaum ideal. Für Fettige und Mischhaut eignen sich klärende Reinigungsprodukte, die die Haut nicht austrocknen.
Tipp 2: Sanfte Pflege
Um die Hautbarriere zu reparieren, ist es wichtig, auf eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr und beruhigende Inhaltsstoffe zu achten. Wirkstoffe wie Ceramide, Squalan, Peptide, Hyaluronsäure, Niacinamid und Urea spenden Feuchtigkeit, stärken das Mikrobiom der Haut und fördern die Zellregeneration. Bei der Auswahl der Produkte sollte der individuelle Hauttyp und dessen spezifische Bedürfnisse berücksichtigt werden. Sehr trockene Haut benötigt eine intensive, regenerierende Feuchtigkeitspflege. Für normale oder ölige Haut ist eine leichter formulierte Creme oft ausreichend. Ein stärkendes, feuchtigkeitsspendendes Serum kann für jeden Hauttyp eine sinnvolle Ergänzung sein. Es sollte nach der Reinigung, aber noch vor der Creme aufgetragen werden. Es ist jedoch ratsam, nicht zu viel zu experimentieren, um die Hautbarriere nicht erneut aus dem Gleichgewicht zu bringen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, eine komplette Pflegeserie zu wählen, die speziell auf die Stärkung der Hautbarriere abgestimmt ist.

Tipp 3: Täglicher Sonnenschutz
UV-Licht kann Sonnenbrand und Hautschäden verursachen, indem es die DNA der Zellen schädigt. Langwellige UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und führen zu vorzeitiger Hautalterung. Sie können sogar Glas durchdringen, deshalb ist täglicher Sonnenschutz so wichtig. Kurzwellige UVB-Strahlen sind für Sonnenbrand und Hautschäden verantwortlich. Sie können die Struktur der Hautzellen verändern und steigern das Risiko für Hautkrebs. Da UV-Strahlen auch die Hautbarriere erheblich schwächen können, ist dieser Pflegeschritt unerlässlich. Dermatolog:innen empfehlen Produkte mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 oder 50+. Der Sonnenschutz sollte nach der Tagescreme aufgetragen werden – unabhängig von der Jahreszeit.
Tipp 4: Ausgewogene Ernährung
Wenn vom Mikrobiom der Haut die Rede ist, wird oft auch der Darm mit einbezogen. Denn schöne Haut ist nicht nur das Ergebnis guter Pflege, sondern auch das einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Beide Aspekte beeinflussen sich gegenseitig. Die Haut profitiert von einer optimalen Versorgung mit Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren. Idealerweise in Form von frischen Lebensmitteln in Bio-Qualität sowie saisonalem Obst und Gemüse. Zudem sollte man täglich etwa zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee zu sich nehmen. Anstelle von süßen Snacks sind Nüsse und Samen eine gute Wahl. Die kleinen Energielieferanten enthalten viele wertvolle Vitamine und Nährstoffe, die zur Gesundheit der Haut beitragen. Zusätzlich können Probiotika dabei helfen, die Haut ins Gleichgewicht zu bringen. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kombucha, Kimchi, Kefir und Sauerkraut sind reich an diesen nützlichen Mikroorganismen und tragen zur Gesundheit der Hautbarriere bei.
Tipp 5: Gesunder Lebensstil
Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sollte man auch auf seine Fitness und mentale Ausgeglichenheit achten. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, moderater Sport, Meditation und Atemübungen können helfen, den Alltagsstress effektiv auszugleichen. Alkohol und Nikotin sollten vollständig vermieden werden. Aber auch schlechter und unruhiger Schlaf kann Hautprobleme und allgemeines Unwohlsein begünstigen. Deshalb ist eine gute Schlafhygiene so wichtig. Versuche, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Achte darauf, abends nur leichte Mahlzeiten zu dir zu nehmen und verzichte mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf Bildschirmzeit. Stattdessen kannst du ein entspannendes Vollbad nehmen, Musik hören oder ein Buch lesen. Ein kleiner Spaziergang nach dem Abendessen kann ebenfalls hilfreich sein.